Eine Seite in WordPress erstellen

Baul vor Laptop

Als pfotenloses Wesen scrollst du dich durch ein scheinbar unendliches Angebot wunderschöner WordPress-Themes. Bei dem einen sliden dir großartige Bilder um die Ohren, das andere punktet mit einem ausgefallenen Menü. Das dritte bringt dich durch eine liebevolle Farbgebung zum Schnurren. Nachdem du Stunden damit verbrachtest, drei Favoriten auszuwählen, einen Tag über alles geschlafen und DEIN Theme installiert hast, sitzt du enttäuscht vor dem … Nichts. Es erwarten dich keine farbenfrohen Slider, keine Blindtexte, kein smarter Seitenaufbau – schlichtweg weißes Nichts. Wie kann das sein?

Apropos: Nichts …!

Wärmt mir das Laptop den Bauch, werde ich immer ganz philosophisch.

Stell dir vor, die Welt wäre ein Wor(l)dPress-Blog: Alles begann mit dem Urknall; davor war nichts, danach entstand der Rest. Evolution und so. Aber wie kann aus Nichts etwas entstehen? Für mich eine Frage des Blickwinkels. Du als Nutzer / Mensch sitzt vor dem weißen Bildschirm / leeren Weltall und siehst erst mal … Nix. Jetzt fügst du dem Ganzen beispielsweise ein Accordion / eine Blume hinzu. Siehe da: Das Accordion / die Blume hat ohne dein Zutun eine bestimmte Form sowie Farbe. Warum? Weil der Programmierer / * mittels Codes festgelegt hat, dass das Accordion / die Blume so auszusehen hat. Du kannst in den Code eingreifen, Farben oder Formen ändern, aber ein Accordion / eine Blume wird immer ein Accordion / eine Blume bleiben. Das nenne ich Default-Situation. Jeder hat die Macht, ein Accordion zu platzieren / eine Blume zu pflanzen; jedoch liegt das, was daraus entsteht nicht in unseren Pfoten. Es wurde vorbestimmt – durch den Programmierer / *.

Pflanzen und Accordion wachsen aus der Erde
Wer hat die Welt programmiert? Pflanzen @ kav777 | depositphotos.com

WordPress-Blog erstellen | Die ersten Schritte

Seiten vs. Kategorien vs. Beiträge

WordPress bietet die Möglichkeit, sowohl Seiten als auch Beiträge zu erstellen. Beiträge können Kategorien zugeordnet werden. Seiten eignen sich für allgemeine Inhalte oder solche, die dich als Person betreffen, beispielsweise:

  • Startseite
  • About
  • Über mich
  • Über den Blog
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Impressum

Inhalte, die speziell deinen Blog betreffen, packst du am besten in Kategorien.

Überleg dir, in welcher Reihenfolge du die Seiten präsentieren möchtest – diese Struktur nennt mensch Sitemap. Dosenöffner sind übrigens, im Gegensatz zu uns Katzen, eine eingefahrene Spezies #notall. Sie erwarten, dass bei horizontal positionierten Menüs der Punkt Startseite links steht, der Punkt Kontakt rechts / bei vertikal positionierten Menüs oben beziehungsweise unten. Daher empfehle ich, dieser gewohnten Struktur zu folgen.

Nimm meine Rauszeit als Beispiel. Im Menü siehst du von links nach rechts die Begriffe Home, Inspiration, Selbstversuche, Baul bloggt ❤ und About. Baul bloggt, Inspiration und Selbstversuche sind als Kategorien angelegt; Home und About als Seiten. About gliedert sich in Über mich sowie Über meine Rauszeit. Das nennt mensch Unterseiten.


Apostroph

Alle Theorie ist grau, nur die Erfahrung und das Katzengras sind grün.


Schwing die Pfoten: Eine Seite in WordPress anlegen

WordPress-Seite erstellen

Eine WordPress-Seite erstellst du, indem du im Content-Management-System (Inhaltsverwaltungssystem) links auf Seiten klickst, dann auf Erstellen. Gib der Seite einen fleischigen Titel.

WordPress-Seite anpassen

Individualisiere die Seiten-Attribute in der rechten Spalte:

Eltern

Möchtest du eine Hauptseite erstellen, musst du nichts ändern. Denn das Attribut steht standardmäßig auf Hauptseite. Möchtest du eine Unterseite anlegen, gibst du einfach die Seite an, der du die Unterseite zuordnen willst. Selbstverständlich müssen dazu alle Hauptseiten vorhanden sein.

Template

Dieses Attribut bildet die Gestaltungsgrundlage deines Blogs. Dabei unterscheiden sich die gebotenen Alternativen von Theme zu Theme. „Standardtemplate“ beispielsweise gestaltet deine Seite wie vorgesehen (meist mit weißen Seitenrändern), „Full Width“ sorgt für volle Seitenbreite, „Blog Mansory“ eignet sich zur übersichtlichen Darstellung von Beiträgen. Da musst du einfach schauen, welche Varianten es gibt beziehungsweise herumprobieren, welche Eigenschaft sich für deinen seitenspezifischen Content am besten eignet. Großartig wie ich bin, bevorzuge ich natürlich die volle Breite.

Reihenfolge

Mit diesem Attribut legst du fest, in welcher Reihenfolge du eine Seite in der Seitenübersicht angezeigt bekommst – das hat nichts mit dem Menü des Blogs zu tun. Ich empfehle Zehnerschritte: Startseite „0“, About „10“, Über mich „20“, Über den Blog „30“, Impressum „40“ et cetera.

Screenshot Reihenfolge-Attribut in WordPress

Vorteile: Du hast alle Seiten im Blick sowie zahlreiche Möglichkeiten der Erweiterung. Stellst du zum Beispiel nach einiger Zeit fest, dass du noch eine Arbeite mit mir-Seite anlegen möchtest, platzierst du sie mit der „31“ ganz bequem zwischen Über den Blog und Impressum.

Page Options / Sidebar

Die Sidebar (Randfenster) bezeichnet einen schmalen Bereich an der Seite. Hier kannst du ein Bild von dir einfügen sowie einen kurzen Text. Begrüße deine Leser, beschreibe in Kürze, wer du bist und worum es in deinem Blog geht. Auch Social Media-Verlinkungen, aktuelle Blogposts oder Werbung für dein E-Book finden hier ein kuscheliges Körbchen. Wie das im Detail funktioniert, verrate ich dir später. Klicke jetzt lediglich auf Enable, wenn du die Sidebar nutzen möchtest.

Screenshot Sidebar in WordPress aktivieren

WordPress-Seite veröffentlichen. Oder nicht?

Oben rechts findest du zwei Möglichkeiten: Speichern und Veröffentlichen. Speicherst du die Seite, zeigt der Status Entwurf an (die Seite kann niemand sehen). Klickst du auf Veröffentlichen, ist die Seite eigentlich für jeden sichtbar. Eigentlich, weil du einerseits unter Sichtbarkeit bestimmen kannst, wer die Seite sehen darf – jeder, Personen, die ein Passwort besitzen oder nur du. Andererseits beeinflusst du bei Sofort veröffentlichen, wann die Seite das Licht der Welt erblickt.

Screenshot WordPress-Tutorial "Seite veröffentlichen"

WordPress verbietet Suchmaschinen standardmäßig, Internetpräsenzen sowohl zu crawlen (zu durchsuchen) als auch zu indexieren (in die Suchergebnisliste aufzunehmen). Solange du die Einstellung nicht änderst, kannst du die Seiten getrost veröffentlichen. Denn nur Zehnfingler, die die URL (WWW-Adresse) deines Blogs kennen, werden ihn finden. Kennen Google & Co. deinen Blog bereits, stellst du unvollendete Seiten auf Entwurf.

WordPress-Seiten bewundern

Du hast alle Seiten angelegt, beschriftet und veröffentlicht? Dann sieht das Ganze im CMS so aus:

Seitenübersicht mit Konfetti
Yehey, alle WordPress-Seiten sind angelegt! Konfetti @ Maxborovkov | depositphotos.com

Was noch?

Öffnest du nach Veröffentlichung deine WordPress-Seiten erneut, entdeckst du unter dem Seitentitel etwas Neues: den Permalink. Dieser zeigt dir an, unter welcher URL die Seite im Netz veröffentlicht wird. Standardmäßig besteht er aus der WWW-Adresse sowie dem Seitentitel (www.deinblog.de/ueber-mich). Es besteht die Möglichkeit, den Permalink zu verändern. Was bringt’s? Falls du deinen Seitentitel für Suchmaschinen optimieren möchtest, könntest du hier den Permalink anpassen – schließlich muss er so prägnant wie möglich bleiben. Warum der Konjunktiv? Weil du lieber komfortable Plugins nutzen solltest.

Screenshot WordPress mit Permalink

Ich hoffe, dieses kleine WordPress Tutorial hat dir gefallen / konnte dir weiterhelfen. Falls du Fragen oder Anregungen hast – schreib beides in die Kommentare. Wenn du keine Lust hast, eine WordPress-Seite selbst zu erstellen, macht das die Marketing ANstalt gerne für dich …Schwarze Katzenpfote

Gefällt dir (nicht)? Lass einen Kommentar da!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.